Sicherheit
Der Mobilfunk nutzt elektromagnetische Felder gezielt, um Informationen zu übertragen. Was heißt das aber für Mensch und Umwelt? Bei der Untersuchung dieser Frage wird meist zwischen thermischen und athermischen Wirkungen unterschieden. Thermische Wirkungen: - Im menschlichen Körper wird die Energie hochfrequenter elektromagnetischer Felder in Wärme umgewandelt. Befindet sich ein Mensch in einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld, entsteht mit zunehmender Stärke des Feldes in seinem Körper Wärme. Man spricht deshalb auch von thermischen Effekten elektromagnetischer Felder.
- Die Medizin nutzt diesen Sachverhalt für Heilzwecke. Schäden durch eine zu starke Erwärmung treten erst dann auf, wenn die Dosierung eine bestimmte Höhe überschreitet. Die thermischen Effekte nehmen – ähnlich der Hitzeausstrahlung einer Herdplatte – mit der Entfernung von der Quelle jedoch rasch ab. Während man sich direkt an der Herdplatte verbrennt, passiert schon bei einigen Zentimetern Abstand zur Platte nichts mehr.
- Sicherheit durch Abstand, darum geht es auch bei den Mobilfunk-Basisstationen. Schon in etwa zwei bis acht Metern Entfernung von einer Sendeantenne kann man sich – nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft – zeitlich unbegrenzt ohne gesundheitliche Bedenken aufhalten. Der notwendige Abstand hängt jeweils von der Sendeleistung der Basisstation sowie der verwendeten Antenne ab. Bei Einhaltung dieses Sicherheitsabstands sind thermische Wirkungen auszuschließen. Grenzwerte
Athermische Wirkungen:
- Unter athermischen Wirkungen versteht man mögliche biologische Wirkungen sehr schwacher, energiearmer elektromagnetischer Felder, die so gering sind, dass eine Temperaturerhöhung im Körper nicht messbar ist; beziehungsweise sehr niedrig bleibt. Als mögliche athermische Effekte werden beispielsweise Veränderungen des Zellstoffwechsels und der Hirnströme oder Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen diskutiert.
- Ob solche athermischen Effekte als wissenschaftlich nachgewiesen gelten können, ist allerdings äußerst umstritten. Ihre Existenz wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert und allgemein als nicht gesichert angesehen.
- In diesen Zusammenhang gehört auch die gelegentlich geäußerte Vermutung, dass die gepulste Signalform des GSM-Mobilfunks besonders wirksam sei und deshalb selbst sehr schwache Felder die Gesundheit des Menschen beeinflussen könnten. Diese Ansicht wird von den meisten Fachleuten nicht geteilt.
- Die Weltgesundheitsorganisation hat die Frage 2006 so bewertet: „Während die meisten Funktechnologien analoge Signale benutzt haben, arbeitet die moderne drahtlose Kommunikation mit digitalen Übertragungsverfahren. Bisher durchgeführte detaillierte Studien haben keine spezifischen Gefahren verschiedener HF-Modulationsverfahren aufgedeckt.“ (WHO, Fact Sheet 306, Mai 2006). WHO Fact Sheets.
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